Freitag, 19. Dezember 2008

Weihnachtsmarkt

Ein Service der besonderen Art sorgt derzeit für menschliche Nähe und Wärme rings um den Ring. Die Strassenbahnlinie 18 ist der ideale Zubringer für den Weihnachtsmarkt vor dem Wiener Rathaus. Bei Intervallen von etwa 12 Minuten kommt da schon eine ganz schöne Meute punschbetankter, rotnasiger, grüngesichtiger, Christbaumschmuckbehängter Passagiere zusammen. Das Gedränge an den scheppernden Türen ist gewaltig und schnell beschlagen alle Scheiben des Wagens von den weihnachtlichen Ausdünstungen. Da scheinbar Viele unter einer Art Titanic-Syndrom leiden (Hilfe, es gibt zu wenig Rettungsboote) und panikartig gegen die scheppernden Türen drängen, blockieren sie dieselbe und die Strassenbahn kann nicht abfahren.  Auf diese Art und Weise verpasste ich meinen Zug vom Südbahnhof ins Burgenland. Entschädigt wurde ich im Café Venezia in der unteren Halle bei einem kleinen Espresso und der wohl verrauchtetsten Luft, die ich jemals in einem Café überlebt habe. Nur undeutlich konnte ich die Leute auf der anderen Seite des Lokals durch die Rauchschwaden erkennen. 
Nochmals Danke für das üppige Intervall. Es lebe der 18er.

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