Samstag, 28. Februar 2009

Die Linien und die Glieder

Bereits zum zweiten Mal diese Woche kamen Leute unter die Strassenbahn und verloren dabei Unterschenkel und ähnlich extremitäres. Zufall denken Sie?
Natürlich steckt ein System hinter diesen Unfällen, das mit dem internationalen Handel mit menschlichen Ersatzteilen verbunden ist. Die Fahrer der Strassenbahnen werden so geschult, dass sie möglichst saubere Amputationen erreichen, bei einem Schienenfahrzeug lediglich eine Frage der Übung und Geschicklichkeit. Unter den Fahrersitzen stehen Kühlboxen bereit, um das abgetrennte Glied aufzunehmen. Per Funk wird ein Bote ins Depot bestellt, der die Frischware annimmt und weiterleitet.
Die Ambulanzen am Unfallort suchen nach dem fehlenden Teil, sind aber meist hilflos und überfordert. Die Polizei, seit Jahren von den Wiener Linien durch Gratisfahrten gekauft, drückt alle Augen zu und stiftet eher Verwirrung am Tatort. Mitunter schüchtert sie auch potentielle Zeugen derart ein, dass das System bisher recht gut funktioniert.
Bei den derzeitigen Marktpreisen für frische menschliche Glieder springt sowohl für Management als auch für den Fahrer ein nettes Sümmchen heraus und sichert den Lebensstandard der Mitarbeiter.

Dienstag, 24. Februar 2009

Das Warten



Die Sitzgelegenheiten in den Wartehäuschen aus unverwüstlichem Metallgitter laden bei längeren Intervallen zu einer Liegepause ein. Und dies nicht nur im Sommer. Bei längerem Verharren in dieser Position prägt sich das Gittermuster in die Haut ein, was die Durchblutung fördert. Eine eindrucksvolle Erfahrung. 

Montag, 2. Februar 2009

Fasching

Um den tristen Eindruck der alten Garnituren etwas zu mildern, verteilen die Wiener Linien während der Faschingszeit an ausgewählte Fahrgäste fröhlich-bunte Luftballons. Für Zeitkartenbesitzer ist dieser Service gratis, alle Anderen werden um eine freiwillige Spende gebeten. Mit Hilfe der Spende werden neue Dienstfahrzeuge beschafft, mit denen ausgewählte Funktionäre der Wiener Linien dringende Privatangelegenheiten erledigen dürfen.